KoR IFRS
Kapitalmarktorientierte Rechnungslegung
Stand: November 2011

Gefundenes Dokument
KOR vom 02.11.2011, Heft 11, Seite 538 - 542, KOR0461197
KoR > Aufsatz

Die Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände nach BilMoG – Normative Erkenntnisse empirischer Befunde

Dipl.-Ök. Duc Hung Tran

Dipl.-Ök. Duc Hung Tran ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Allgemeine BWL und Wirtschaftsprüfung der Universität zu Köln.

Die Einführung des Aktivierungswahlrechts durch das BilMoG für bestimmte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde von einer kontroversen Diskussion im Schrifttum begleitet. Der Beitrag zeigt auf, wie empirische Forschungsarbeiten in dem konkreten Fall des Aktivierungswahlrechts von bestimmten immateriellen Vermögensgegenständen dazu beitragen können, eine Beurteilungsgrundlage für Ausgestaltungen von Rechnungslegungsregeln zu schaffen und damit normative Erkenntnisse zu generieren.

Artikel-Inhalt

  • I. Einleitung
  • II. Ansatz von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen nach HGB n.F.
    • 1. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
    • 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände nach HGB n.F.
  • III. Rezeption im Schrifttum
    • 1. Erhöhung der Relevanz
    • 2. Verlust von Verlässlichkeit
    • 3. Zwischenfazit
  • IV. Empirische Evidenz
    • 1. Konzept der Wertrelevanz
    • 2. Empirische Evidenz angelsächsischer Studien
    • 3. Auf Deutschland übertragbare empirische Evidenz
    • 4. Normative Erkenntnisse der empirischen Befunde
  • V. Zusammenfassung

I.Einleitung

Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) vom 25.05.2009 beabsichtigte der Gesetzgeber eine im Verhältnis zu den IFRS gleichwertige, d.h. genauso entscheidungsnützliche, aber weniger komplexe und kostengünstigere Alternative zu schaffen. Zur Erreichung dieses Ziels wurden bilanzpolitische Wahlrechte eingeschränkt und Bilanzierungsverbote aufgehoben, um dadurch den Informationsgehalt der Jahresabschlüsse zu erhöhen . Die Aufhebung des Aktivierungsverbots zugunsten eines Aktivierungswahlrechts für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde hierbei besonders kontrovers im Schrifttum diskutiert . Die in diesem Zusammenhang vorgetragenen Argumente für bzw. gegen dieses Wahlrecht beruhen im Wesentlichen auf den beiden Polen des Spannungsverhältnisses zwischen den Rechnungslegungsgrundsätzen

div
Der Volltext dieses Inhalts steht exklusiv Abonnenten zur Verfügung.
Version: rc-3.1.25311 (Handelsblatt Fachmedien_KOR)
Top